Mittwoch, 3. März 2021

Gekämpft und gewonnen (25. Januar)

 Gekämpft und gewonnen

Manche Schicksale sind einfach herzzerreissend. So wie das von Miguel, dem rotweissen Kater auf dem Foto. Kurz nach seiner Geburt starb nicht nur seine Mutter, sondern auch deren Halterin. Als endlich jemand Miguel und seine Geschwister fand und ins Tierheim brachte, waren alle Babys vollkommen dehydriert und ausgehungert. Der kleine Kater kam als einziger durch und fand ein neues Zuhause, in dem er jetzt glücklich seit neun Jahren lebt.

Info Plus:

Sehr viele einsame alte Menschen haben als einzigen Kontakt eine Katze. Wenn sie schwer erkranken oder sterben, ist meist auch das Schicksal des Tieres, mit dem sie lebten, besiegelt.




Dienstag, 2. März 2021

Wahre Zerreissproben (24. Januar)

 Wahre Zerreissproben

Manche Katzen lassen sich allein schon vom Knistern animieren und zerfleddern Zeitungen in Hunderte von Puzzleschnipseln. Andere bearbeiten das Papier mit den Krallen und sorgen so für Unleserlichkeit. Das macht Spass und ist für Wohnungskatzen eine herrliche Beschäftigung. Keine Sorge: Katzen fressen kein Papier, sie spucken meistens sogar versehentlich aufgenommene Schnipsel angeekelt wieder aus.

Extra-Tipp:

Wenn Sie eine gelesene alte Zeitung zu kleinen Knäueln zusammenknüllen und ein paar Brocken Trockenfutter oder Leckerli untermischen, kann Ihre Katze sich die Happen mit Krallen und Zähnen erarbeiten.







Montag, 25. Januar 2021

Zeit des Vergessens (23. Januar)

 Zeit des Vergessens

Gerade weil sie heute so alt werden wie niemals zuvor, leiden viele Katzen über 15 Jahren oft an Demenz: Sie vergessen zu fressen oder zu trinken, finden den Weg zur Toilette nicht mehr und ihr Kurzzeitgedächtnis lässt sie im Stich. Demenz kann man mit Medikamenten verlangsamen. Was Menschen einer solchen Katze schenken können, ist Körperkontakt, viel Nähe und Nachsicht, das befreit sie von Ängsten.

Zum Foto:

Püppi leidet im stolzen Alter von über 20 Jahren inzwischen an Demenz und Arthrose. Trotz schlechter Haltung, aus der sie einst übernommen wurde, ist sie dank hervorragender Pflege laut Tierärztin noch immer fit.






Hauskatze oder Europäische Kurzhaar? (22. Januar)

 Hauskatze oder Europäische Kurzhaar?

Den Briten, die ihre eigene Kurzhaarrasse haben, und den Amerikanern, die stolz auf ihre American Shorthair sind, wollten die Festland-Europäer nicht nachstehen und schufen die Europäische Kurzhaar (EKH). Das Unterfangen erwies sich als schwierig, denn die umherstreifenden Katzen waren bei weitem nicht reinrassig, sondern zeigten im Erbgut Wildkatzengene und die vieler anderer Rassen.

Info Plus:

Einigen leidenschaftlichen Züchtern gelang es zwar mehrere Generationen ohne den Einfluss anderer Rassen zu züchten und so Stammbäume erstellen zu können, doch das Interesse daran war zu gering.




Donnerstag, 21. Januar 2021

Extravaganter Eigenbrötler (21. Januar)

 Extravaganter Eigenbrötler

Die Wassermann-Katze ist äusserst kreativ und dadurch ein wenig sprunghaft. Gerade noch hat sie herausbekommen, wie man den Wasserhahn aufdreht, da entdeckt sie den Korken auf dem Tisch, den sie unbedingt jagen muss. Und vergisst das fliessende Wasser. Das kann für die Menschen um sie herum - die sie sehr liebt - anstrengend sein. Deshalb sind Wassermann-Katzen am besten bei Menschen aufgehoben, die selbst ein bisschen verrückt sind und viel Humor haben.

Info Plus:

Mit ihren Spleens bringen Wassermann-Katzen ihre Menschen zum Lachen und sorgen so für gute Laune. Das ist vermutlich auch ihre Absicht, denn der Wassermann ist empathisch und versteht sich als guter Kumpel.




Vierpfotige Jäger als Forscher (20. Januar)

 Vierpfotige Jäger als Forscher

Zwischen Mai 2018 und Mai 2019 forderte das Naturmuseum Solothurn in der Schweiz die Halter von Freilaufkatzen auf, die Beute ihrer Tiere einzuschicken. Nicht, um herauszufinden, was Katzen draussen fangen, sondern um statistisch hochzurechnen, welche Kleinsäuger in welchen Regionen zu find sind. Die Forscher konnten 759 Beutetiere registrieren. In der Überzahl waren Echte Mäuse (207) und Wühlmäuse (306), aber es kamen auch seltene Tiere vor.

Info Plus:

Darunter fanden sich Erd- und Wasserspitzmäuse, deren Verbreitung bis dato dort unbekannt war. Die Daten flossen in den Säugetieratlas der Schweiz und Liechtenstein ein. Die Forscher wollen weitermachen.




Mensch, benimm dich bitte vorbildlich (19. Januar)

 Mensch, benimm dich bitte vorbildlich

Eine Studie der Universität von Messina unter Leitung von Prof. Guiseppe Piccione widerlegt die Vermutung, dass der Mensch sich der Katze anpasst. Wenigstens gilt das für Wohnungskatzen. Der Wissenschaftler untersuchte zwei Gruppen von Katzen (Freiläufer/Wohnungskatzen), die beide von ihren Haltern Zuwendung, Futter, Fürsorge und medizinische Betreuung erhielten. Während die Freiläufer sich wie halbwilde Katzen verhielten, passten die Wohnungskatzen sich ihren Menschen an.

Info Plus:

Die Wohnungstiere waren hungrig, wenn die Menschen assen, erledigten Toilettengänge zur gleichen Zeit wie diese, änderten ihren Tag-Nacht-Rythmus. Der Mensch war ihr Vorbild, nach dem sie sich richteten.